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Expedition "LIFE IS GOOD"! (Besteigung des Mount Logan 5'959 m)
16. Mai 2007 So, nun ist es also soweit! Die ganzen Vorbereitungen sind nach vielen Monaten erledigt und wir sind alle sehr happy, dass es nun endlich losgeht, wir endlich an unseren "Traumberg" fliegen können! Die letzten Tage waren ziemlich aufregend. Vorallem nachdem Vorgestern unser Pilot am Logan notlanden musste und das Flugzeug nun kaputt ist! Nun haben wir glücklicherweise eine gute, noch zahlbare Gelegenheit gekriegt und werden mit dem wohl erfahrenesten Pilot hier (welcher Wiskey ueber alles liebt!! ) mit dem Helikopter zum Basislager geflogen. Morgen soll's losgehen und wir fliegen von Haines Junction in 1 1/2 Stunden über riesige Eisfelder in eine ganz andere "Gletscherwelt" an den Fuss der grössten Masse Berg dieser Welt - sobald sich ein Wetter- "Fenster" öffnet! Geplant sind drei Flüge.
Es kam sehr viel Ausrüstung, Material (u.a 60 Liter Benzin für die Kocher) und Lebensmittel zusammen und wir werden voraussichtlich in jeweils drei Etappen die ganzen Ladungen zu den fünf Camps mit unseren Schlitten hochtragen. Wir sind ein ganz tolles Team, Charakterstark (niemand muss sich etwas beweisen), alle sind bestens vorbereitet, ausgerüstet für die häufigen Stürme und die manchmal extreme Kälte dort oben. Natürlich ist schlussendlich alles vom Wetter, den Bedingungen und unserer Gesundheit (Anklimatisationsphasen) abhängig wie gut wir vorankommen. Das Wetter ist häufig unstabil und in den letzten zwei Wochen waren andere Bergsteiger tagelang in den Zelten blockiert.
17. Mai 2007 Schlechtes Wetter verzögerte unseren Flug zum Berg. Warten, Schneefall hier in Haines Junction. Ein sehr grosses Hochdruckgebiet wird aber heute gutes Flugwetter bringen und wenn der Wind nicht zunimmt, sollten wir heute Abend im Basislager auf 3000m sein. Der Heli war einfach doch zu teuer. Wir haben uns nun alle für das Flugzeug entschieden. Dieses wurde nun vom Schwiegersohn des Piloten (von Beruf Trapper!) repariert, die Nieten von Hand ersetzt und das Blech zurückgebogen. Um 17 Uhr sollten Beat und Thomas als erste ausfliegen und schon mal die Zelte einrichten bis der Rest der Gruppe eintrifft. Hanspeter hat sich aus gesundheitlichen Gründen entschieden nicht an der Besteigung teilzunehmen, was wir alle sehr bedauern! Dies beeinflusst aber unsere Pläne oder die Sicherheit strategisch in keiner Weise. Wir melden uns wieder aus dem Basislager Bye....
23. Mai 2007 (SMS per Satelitentelefon) - 1. tag anklimatisierung. - 2. tag material zu camp 1 transportiert. - wetter zur zeit noch wunderschön. ein wettersturz wird in kürze erwartet versuchen heute material zum king col zu bringen. hoffen, dass stürme nicht zu schlimm werden. - alles i.o. nun wird ein mini - whisky genossen .
25. Mai 2007 (SMS per Satelitentelefon) - material von camp 1 zu camp 2 geschleppt. - camp 2 " king col " bezogen. - auf über 4000 m wird die luft dünner. wir atmen alle schwer. - liebe grüsse an alle, die an uns denken. es geht uns allen gut. - wetter zur zeit noch super, den tag hindurch sehr warm.
28. Mai 2007 (SMS per Satelitentelefon) - in zwei tagesetappen mit flaschenzügen und schwerarbeit material vom camp 2 durch den sehr steilen eisbruch zum camp 3 transportiert. - wir waren alle sehr müde und hatten die ersten körperlichen schwierigkeiten mit der höhe. - camp 3 eingerichtet. - wetter sehr schön bei nur 10 grad minus. - morgen erster transport zu camp 4.
30. Mai 2007 (SMS per Satelitentelefon) - wärend material-transport zu camp 4 von sturm überrascht. - sitzen nun fest im camp 3. - 1 m schneefall in den letzten 24 std. - müssen zelte alle 3 std. freischaufeln. - zur zeit sturm ununterbrochen heftig. - haben schneehöhle gebaut zum kochen. - lästig sind die toiletten erledigungen, es füllt einem die hosen mit schnee in sekunden. - keine wetterbessereung in aussicht. - wir sind alle wohlauf.
1. Juni 2007 (SMS per Satelitentelefon) - immer noch schneefall und sehr windig. werden wegen der grossen lawinengefahr. - das essen das wir jetzt noch zur verfügung haben reicht noch für 2 tage. - versuchen sicher runter zu kommen. - entscheiden uns heute, wie es weiter gehen soll. - 2 gruppen die auch am berg sind waren bereits abgestiegen.
3. Juni 2007 (SMS per Satelitentelefon) - die lage hat sich stabilisiert. nächsten sturm abwarten. auf weniger stürmisches wetter ab mittwoch. welt. sind bereits abgestiegen. verantwortbar sind.
4. Juni 2007 (SMS per Satelitentelefon) - laut meteorologe am golf von alaska, könnte sich ab mittwoch für 4 tage das wetter beruhigen. dies kann unsere chance sein, den gipfel zu erreichen. sturm und GPS ins camp 4. und rattert, mit windgeschwindigkeiten von über 100 kmh.
6. Juni 2007 (SMS per Satelitentelefon) - wir sind bei stürmischem wetter vom camp 4 zu camp 5 bei minus 40 grad aufgestiegen. mit kompass und GPS mussten wir unser weg suchen. - die spurarbeit durch 50 cm neuschnee war brutal. - wir brauchten 12 Std. und sind sehr müde. sich wie gewünscht verbessert. schönes panorama. in kanada. übermorgen einen gipfelversuch zwischen 18.00 - 03.00 h europazeit starten.
8. Juni 2007 (SMS per Satelitentelefon) - wir haben nun am mittwoch den mount logan westgipfel bestiegen und sind nach 16 std. kletterei völlig ausgetrocknet und todmüde zurück im camp 5. den isolierflaschen eingefroren war. holten frostbeulen an gesicht und fingern. nicht fassen, sind wir doch die 5 einzigen die den gipfel erreicht haben. bedingungen so schlecht waren. freunden danken, die an uns gedacht haben. auch diesen die zu hause unsere arbeit erledigt haben.
11. Juni 2007 - erschöpft und zum teil havariert wieder retour prospector col zum camp 4 hat uns der berg zum letzten mal mit einem ganz schlimmen sturm in schach gehalten. unsere erfrierungen noch mehr geschädigt wurden. - es haben vor allem die gesichter, nasen, wangen, sowie die finger gelitten. - die finger von thomas, waren so stark schliefen und gleich weiter zum basislager zogen, um den schönwettertag auszunutzen für den rückflug. werden konnte, der thomas, ewald und eva als erste runterflog. - tamara und beat mussten noch einen weiteren alte krieger.
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